Kaniber fordert in Paris Ernährungssouveränität als Sicherheitsfaktor

Kaniber fordert in Paris Ernährungssouveränität als Sicherheitsfaktor - (Foto: Weizen (Archiv))
Die bayerische Agrarministerin Michaela Kaniber hat nach einem Treffen mit ihrer französischen Kollegin Annie Genevard in Paris die Europäische Kommission zu einem grundlegenden Umdenken aufgefordert. Die amtierende Vorsitzende der deutschen Agrarministerkonferenz teilte mit, Ernährungssicherheit sei Teil der strategischen Sicherheitsarchitektur und müsse den gleichen Stellenwert wie die militärische Verteidigung erhalten. Kaniber betonte die wachsende Bedeutung von Versorgungssicherheit und stimmte darin mit der französischen Ministerin überein. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie verletzlich globale Lieferketten seien.
Ohne eigene Ernährungssicherung drohe der Verlust europäischer Souveränität, so die Ministerin. Beide Seiten hätten einen engen und vertrauensvollen Austausch geführt. Die AMK-Vorsitzende forderte von der EU-Kommission eine klare Prioritätensetzung und eine ausreichend finanzierte Gemeinsame Agrarpolitik. Für den Finanzrahmen 2028 bis 2034 brauche es ein Budget von 500 Milliarden Euro. Zentral seien die Förderung kleinerer Betriebe und Junglandwirte sowie Entlastungen bei der Bürokratie. Überbordende Auflagen der EU-Richtlinien wirkten dem Ziel der Ernährungssouveränität entgegen und müssten gestoppt werden.

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