Die nordrhein-westfälische Justiz hat zum Jahresbeginn die elektronische Akte an allen Gerichten und Staatsanwaltschaften des Landes eingeführt. Das teilte das Justizministerium in Düsseldorf am Montag mit. Damit sei der gesetzlich vorgegebene Meilenstein der Digitalisierung fristgerecht erreicht worden.
Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) sagte, mit der E-Akte würden Gerichtsverfahren schneller und effizienter, wovon alle Bürger profitierten.
Zudem entwickle sich die Justiz zu einem modernen Arbeitgeber, da mobiles Arbeiten und mehr Flexibilität die Beschäftigten entlasteten. Die Umstellung sei einer der größten Umbrüche in der Geschichte der Justiz gewesen, der vor allem dem Engagement der Mitarbeiter zu verdanken sei.
Die Pilotierung hatte bereits 2016 am Landgericht Bochum begonnen. Seitdem wurden nach Angaben des Ministeriums rund 10,7 Millionen elektronische Akten mit etwa 800 Millionen Schriftstücken angelegt. Die Landespolizei habe zudem bereits eine Million Ermittlungsvorgänge elektronisch übermittelt. Täglich werden über den elektronischen Rechtsverkehr in allen Bereichen circa 235.000 Sendungen verschickt oder empfangen.
Justiz in NRW stellt auf elektronische Akte um
über dts Nachrichtenagentur
05. Januar 2026 - 12:35 Uhr
Von Peter Heidenreich