Jedes zweite Handwerksunternehmen in NRW im Baugewerbe tätig

Jedes zweite Handwerksunternehmen in NRW im Baugewerbe tätig - (Foto: Bauarbeiter auf Baustelle (Archiv))
Im Jahr 2024 waren in Nordrhein-Westfalen 15 Prozent aller Unternehmen im Handwerk tätig. Das teilte der Landesbetrieb IT.NRW am Donnerstag mit. Demnach gab es rund 109.000 Handwerksunternehmen, die etwa 1,28 Millionen Personen beschäftigten.
Der nominale Umsatz belief sich auf 161,5 Milliarden Euro. Die meisten Handwerksunternehmen befanden sich in Köln (5.545) und Düsseldorf (3.905) sowie im Rhein-Sieg-Kreis (4.035). In Relation zur Bevölkerungszahl, ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Hier hatten die ländlich geprägten Kreise gegenüber den kreisfreien Städten die Nase vorne. Im Kreis Borken gab es mit 835 Handwerksunternehmen mehr als doppelt so viele Handwerksunternehmen je 100.000 Einwohner/-innen wie in Dortmund (412). Auch in den Kreisen Viersen (822) und Euskirchen (804) gab es noch eine vergleichsweise hohe Dichte an Handwerksunternehmen. Duisburg (425), Bonn und Hamm (je 435) gehörten zu den Städten mit der geringsten Dichte an Handwerksunternehmen in NRW. Im Durchschnitt kamen in ganz Nordrhein-Westfalen 605 Handwerksunternehmen auf 100.000 Einwohner/-innen. Damit lag NRW leicht unter dem Bundeswert von 675. Das Ausbaugewerbe und das Bauhauptgewerbe waren die dominierenden Gewerbegruppen im Handwerk: Mit einem Anteil von 51 % an allen Handwerksunternehmen war jedes zweite Handwerksunternehmen in NRW im Baugewerbe tätig. Die meisten Beschäftigten arbeiteten dagegen in Unternehmen des Handwerks für den gewerblichen Bedarf. Mit 31 % war fast jede dritte im Handwerk beschäftigte Person in dieser Gewerbegruppe tätig. Rund ein Viertel des Gesamtumsatzes im Handwerk entfiel auf das Kfz-Gewerbe; hier fließen neben den klassischen Werkstätten auch die Umsätze der Händler und Hersteller mit ein.

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