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Hamburger Senat sieht Olympia als Schlüssel für Klimaneutralität 2040

Hamburger Senat sieht Olympia als Schlüssel für Klimaneutralität 2040 - (Foto: Unterzeichnung der Vereinbarung zur Olympiabewerbung (Archiv))
Der Hamburger Senat sieht in der Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele einen entscheidenden Faktor, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen. Das teilte die Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft mit und berief sich dabei auf eine Senatsantwort auf eine eigene Anfrage. Demnach wirbt der Senat in seinem Olympia-Bewerbungskonzept bereits mit der Klimaneutralität 2040, obwohl er im Vorfeld des Hamburger Zukunftsentscheids noch vor den Folgen einer Vorziehung von 2045 auf 2040 gewarnt hatte.
Zudem sollen die Spiele selbst klimapositiv sein, also mehr CO2-Emissionen einsparen, als sie verursachen. Der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion, Stephan Jersch, kritisierte diesen Ansatz scharf. 'Beim Zukunftsentscheid tat Bürgermeister Tschentscher ahnungslos, welche Maßnahmen nun bis 2040 umgesetzt werden müssen. Bei Olympia ist dem Senat aber offenbar klar, welche Maßnahmen für die Klimaneutralität 2040 erforderlich sind und das Ergebnis wurde dem IOC bereits zugesagt', sagte Jersch. Er warf dem Senat vor, Klimapolitik 'nach Kassenlage' zu betreiben und notwendiges Handeln von einer Olympia-Bewerbung abhängig zu machen. In der Senatsantwort auf die Anfrage (Drucksache 23/2754) heißt es zur Begründung, dass mit der Ausrichtung der Spiele 'viele Entwicklungen und Prozesse beschleunigt werden können'. Wie genau die klimapositiven Spiele umgesetzt werden sollen, bleibt darin jedoch weitgehend offen. Der Senat verweist auf noch nicht abgeschlossene Überlegungen und den vom Internationalen Olympischen Komitee vorgegebenen 'Vermeiden-Reduzieren-Kompensieren'-Ansatz.

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