Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft will die prekäre Lage vieler Künstler mit einem Pilotprojekt für ein Grundeinkommen angehen. Die Fraktion hat einen entsprechenden Antrag eingebracht, teilte die kulturpolitische Sprecherin Marie Kleinert mit. Sie verwies auf ein erfolgreiches Modell in Irland, das dort dauerhaft eingerichtet wurde.
In dem Antrag fordert die Linksfraktion den Senat auf, ein auf drei Jahre angelegtes Pilotprojekt 'Künstlerinnen-Grundeinkommen Hamburg' zu initiieren.
300 Künstler aus verschiedenen Sparten sollen dabei monatlich 1.500 Euro erhalten. Das Projekt soll wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden.
Kleinert begründete den Vorstoß mit der anhaltenden finanziellen Unsicherheit vieler Kunstschaffender, die durch die Corona-Pandemie und nun durch den Boom von KI-Tools verstärkt werde. Ein Grundeinkommen könne Künstlern die nötige finanzielle Sicherheit für freies und unabhängiges Arbeiten geben. Hamburg könne mit einem solchen Projekt eine Vorreiterrolle in Deutschland einnehmen.
Hamburger Linke fordert Pilotprojekt für Künstlergrundeinkommen
über dts Nachrichtenagentur
28. Januar 2026 - 08:05 Uhr
Von Peter Heidenreich