Der Infraplan zeigt, welche Maßnahmen die DB InfraGO AG in den kommenden fünf Jahren umsetzen will, welche vorbereitet werden oder perspektivisch umgesetzt werden könnten. Da die Kosten der Bahnhofsverlegung nicht allein über Mittel aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung abgedeckt sind, folgert die Fraktion, dass noch Gelder fehlen. Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke in der Hamburgischen Bürgerschaft, kritisiert, die Verlagerung entwickle sich immer mehr zum Trauerspiel.
Selbst für den provisorischen Bahnhof mit Containern statt Empfangsgebäude sei das Eröffnungsdatum immer wieder verschoben worden. Bis heute scheine die Finanzierung nicht gesichert zu sein; auch die Verlegung der Autoreisezuganlage hinke dem Zeitplan hinterher.
Sie fordert den Stopp dieser Posse und nennt die Sanierung des bestehenden Bahnhofs Altona die beste Lösung für den Bahnverkehr und für Hamburg. Der Bau der neuen Autoreisezuganlage wurde im November 2025 durch ein Urteil des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts zur Planung der Entwässerungsanlagen gestoppt. Die Urteilsbegründung liegt der DB nach Angaben der Linksfraktion seit dem 6. März vor.
Derzeit werden die Planfeststellungsunterlagen überarbeitet. Die DB plant, die aktualisierten Unterlagen bis Ende des Jahres beim Eisenbahn-Bundesamt einzureichen.
Die Inbetriebnahme der Anlage ist weiterhin gemeinsam mit dem neuen Bahnhof für 2029 geplant.