Nach einem der schneereichsten Jahresanfänge in Hamburg seit 1979 hat die Bezirksbehörde eine erste Bilanz der Verstöße gegen die Räum- und Streupflicht gezogen. Wie die Behörde für Finanzen und Bezirke am Montag mitteilte, haben Wegewarte in allen Bezirken insgesamt mindestens 2.363 Verwarnungen oder Ansprachen durchgeführt. Spitzenreiter war der Bezirk Hamburg-Mitte mit 1.150 Fällen, gefolgt von Wandsbek mit 770 und Altona mit 250.
In 18 Fällen wurden formelle Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, in einem Fall bereits mit einem Bußgeld von 250 Euro.
In drei Fällen musste die Räumung von der Behörde selbst vorgenommen werden, die Kosten werden den Räumpflichtigen auferlegt. Die Zahlen sind noch vorläufig, da die Wintersaison und Auswertung andauern.
Für die nächste Wintersaison sollen die Voraussetzungen für die direkte Verhängung von Verwarngeldern bis 50 Euro verbessert werden. Zudem will man Räumpflichtige früher sensibilisieren, damit sie sich rechtzeitig mit Schneeschiebern und Streumitteln ausstatten können. Auch Behörden und öffentliche Unternehmen sollen ihre Räumpflichten konsequenter umsetzen.
Hamburg zieht Bilanz nach Schneewinter - Über 2.300 Verstöße gegen Räumpflicht
über dts Nachrichtenagentur
26. Januar 2026 - 08:55 Uhr
Von Peter Heidenreich