Hamburg will Solarausbau auf öffentlichen Dächern beschleunigen

Hamburg will Solarausbau auf öffentlichen Dächern beschleunigen - (Foto: Solarzellen auf Hausdach (Archiv))
Die rot-grüne Regierungskoalition in Hamburg will den Bau von Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden vorantreiben. Bis zum Jahr 2030 sollen mindestens 80 Prozent der dafür geeigneten Dachflächen mit Photovoltaik ausgestattet sein, teilten die klima- und energiepolitischen Sprecher Alexander Mohrenberg (SPD) und Melanie Nerlich (Grüne) am Mittwoch mit. Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Regierungsfraktionen einen entsprechenden Zusatzantrag in die Bürgerschaft eingebracht, über den noch am Mittwoch entschieden werden soll. Geplant ist eine zentrale Planung und Priorisierung der Solarbebauung. Gebäude mit ähnlichen Voraussetzungen sollen zu Clustern zusammengefasst werden, um durch Standardisierung den Ausbau zu beschleunigen.
Im Fokus stehen dabei über 3.500 städtische Gebäude, die im Rahmen des 'Projekts Sonne' analysiert werden. Besonders Schulen gelten als vielversprechend, da sie oft über stabile Statik und große, ungenutzte Dachflächen verfügen. Neben dem städtischen Solarunternehmen HKE, das bereits über 70 Anlagen betreibt und etwa 80 weitere plant, sollen auch private Akteure wie Bürgerenergiegenossenschaften öffentliche Dächer nutzen können. Vor allem kleinere Dachflächen, beispielsweise auf Kitas, könnten so vergeben werden. Die öffentlichen Einrichtungen sollen von Beginn an von günstigerem Strom vom eigenen Dach profitieren.

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