Die Hamburger Schulbehörde und die Bundeswehr haben eine Kooperationsvereinbarung für die Bildungsarbeit von Jugendoffizieren an Schulen unterzeichnet. Die Vereinbarung soll zum kommenden Schuljahr 2026/27 in Kraft treten und die bereits bestehende Zusammenarbeit auf eine verlässliche Grundlage stellen, wie die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung mitteilte. Ziel sei es, die politische Bildung zu sicherheitspolitischen Themen zu stärken und Schülern die Analyse internationaler Konflikte sowie der Instrumente zur Friedenssicherung zu ermöglichen.
Bildungssenatorin Ksenija Bekeris betonte, in Zeiten wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen sei es sinnvoll, Schülern fundierte Kenntnisse zu vermitteln.
Die Jugendoffiziere brächten externe Expertise in die Schulen. Der Landeskommandeur der Bundeswehr in Hamburg, Kapitän zur See Kurt Leonards, erklärte, seine speziell ausgebildeten Offiziere könnten Zusammenhänge sachlich erklären und ergebnisoffen diskutieren. Den Jugendoffizieren ist Nachwuchswerbung ausdrücklich untersagt.
Die Schulen entscheiden weiterhin in eigener Verantwortung, ob und wann sie Jugendoffiziere einladen. Die zwei für Hamburg zuständigen Jugendoffiziere können für Unterrichtsbesuche, Politiksimulationen oder Seminare angefragt werden. Ihre Tätigkeit orientiert sich am Beutelsbacher Konsens, der eine Indoktrination verbietet. Nach Angaben der Bundeswehr fanden 2025 rund 120 solcher Veranstaltungen an Hamburger Schulen statt.
Hamburg und Bundeswehr vereinbaren feste Zusammenarbeit an Schulen
über dts Nachrichtenagentur
16. April 2026 - 13:45 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland