Hamburg plant Ausbau der Altersmedizin mit stationärer Reha

Hamburg plant Ausbau der Altersmedizin mit stationärer Reha - (Foto: Seniorin (Archiv))
Die rot-grüne Regierungskoalition in Hamburg will die Versorgung älterer Menschen durch den Aufbau einer stationären geriatrischen Rehabilitation verbessern. Das teilten die gesundheitspolitischen Sprecher der SPD- und Grünen-Fraktion, Claudia Loss und Linus Görg, am Dienstag mit. Über einen entsprechenden Antrag soll die Hamburgische Bürgerschaft am 25. März entscheiden. Ziel ist eine zweistufige Versorgung: Neben der bereits gut ausgebauten Krankenhausbehandlung mit Frührehabilitation sollen künftig auch weiterführende stationäre oder teilstationäre Rehabilitationsplätze für ältere Patienten geschaffen werden. Hintergrund ist der demografische Wandel und der Grundsatz 'Reha vor Pflege'.
Damit soll die Selbstständigkeit der Menschen erhalten und Pflegebedürftigkeit möglichst vermieden werden. Der Altersmediziner Frank Hofschulte vom Kompetenz-Centrum Geriatrie der Medizinischen Dienste begrüßte die Initiative. Er wies darauf hin, dass in der Begutachtungspraxis immer wieder Patienten mit Rehabilitationspotenzial in die Pflege entlassen werden müssten, weil entsprechende Angebote fehlten. Die Koalition will nun gemeinsam mit Krankenkassen, Ärzteschaft und weiteren Partnern Konzepte für Finanzierung und Umsetzung entwickeln.

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