Fünf von ihnen wird zudem tateinheitlich gemeinschaftliche Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Vor dem Hintergrund von Streitigkeiten über eine vermeintliche Geldforderung sollen fünf Beschuldigte den 24-Jährigen kontaktiert und ihn am Abend des 6. Februar zu einer Anschrift in Hamburg-Wilhelmsburg bestellt haben. Um den Geschädigten zur Zahlung zu bewegen und ihn abzustrafen, sollen mehrere Beschuldigte am Treffpunkt unvermittelt mit Schlägen und Tritten massiv auf seinen Körper eingewirkt haben.
Die Ermittler gehen aufgrund vorliegender Erkenntnisse davon aus, dass der am Boden liegende Geschädigte durch einen oder mehrere Beschuldigte auch gegen den Kopf getreten wurde. Sie können derzeit nicht ausschließen, dass diese lebensgefährliche Gewalteinwirkung nicht vom gemeinsamen Tatplan umfasst war, weshalb eine wechselseitige Zurechnung insoweit ausscheidet.
Die fünf Beschuldigten sollen anschließend von dem 24-Jährigen abgelassen und einen weiteren Beschuldigten kontaktiert haben, der den bewusstlosen und schwerverletzten Geschädigten vom ursprünglichen Tatort zum späteren Auffindeort in der Straße Göhlbachtal fuhr. Weder dieser Beschuldigte noch die anderen fünf Tatverdächtigen haben dem 24-Jährigen über Stunden hinweg erforderliche notärztliche Hilfe zukommen lassen, obwohl dies möglich gewesen wäre und wahrscheinlich dessen Leben gerettet hätte. Ein zwischenzeitlich von den Beschuldigten hinzugerufener Bekannter des Geschädigten führte noch Reanimationsmaßnahmen durch und alarmierte gegen 1:30 Uhr den Notruf.
Der 24-Jährige erlag am Morgen des 7. Februar seinen Verletzungen. Die Ermittlungen dauern an.
Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens gilt die Unschuldsvermutung.