Im ersten Halbjahr 2026 habe das Minus bereits 4,05 Milliarden Euro betragen. Die Grünen fordern deshalb unter anderem höhere Schlüsselzuweisungen, mehr frei verfügbare Mittel und Soforthilfen für defizitäre Kreiskliniken. Haushaltspolitikerin Claudia Köhler erklärte, der Freistaat könne die zusätzlichen Mittel aus eigener Kraft aufbringen.
Schulden seien dafür nicht nötig. Für den Wohnungsbau schlagen die Grünen vor, eine Milliarde Euro aus der staatlichen Rücklage für die BayernHeim bereitzustellen. Damit solle die Gesellschaft zusätzliche bezahlbare Wohnungen bauen können, statt mit Kommunen um dieselben Fördermittel zu konkurrieren. Nach Angaben der Grünen belief sich die Rücklage des Freistaats Ende 2025 auf 11,5 Milliarden Euro und lag damit 5,5 Milliarden Euro über den Erwartungen.
Die Fraktion fordert, die Mittel im Nachtragshaushalt 2027 einzusetzen.