Bei einer großangelegten Razzia gegen mutmaßlich kriminelle Transportfirmen haben Einsatzkräfte in sechs Bundesländern Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Das teilten die Staatsanwaltschaft und das Hauptzollamt Köln am Donnerstag mit. Über 560 Beamte waren seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, unterstützt von Spezialeinheiten des Zolls und der Bundespolizei. In Köln und Langenfeld wurden sechs Haftbefehle gegen Männer im Alter von 34 bis 45 Jahren vollstreckt.
Bei den Durchsuchungen wurden eine schussbereite Kriegswaffe vom Typ AK-47, mehrere geladene Handfeuerwaffen sowie Macheten, Elektroschocker und Schlagringe sichergestellt.
"Die Sicherstellung einer schussbereiten Kriegswaffe vom Typ AK-47 sowie mehrerer griffbereiter und geladener Handfeuerwaffen, Machete, Elektroschocker, Messer und Schlagringe, ist für uns in dieser Größenordnung ein Novum", sagte Jens Ahland, Pressesprecher des Kölner Hauptzollamts. Zudem wurden über 600.000 Euro Bargeld, Luxusuhren, Goldmünzen, Kokain und unversteuerte Zigaretten gefunden.
Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 38 Personen. 14 von ihnen wird vorgeworfen, bandenmäßig Transportfirmen betrieben und dabei Sozialversicherungsbetrug sowie Steuerhinterziehung begangen zu haben. Der geschätzte Schadensbetrag liegt bei rund 34 Millionen Euro. Die Behörden wollen am Mittwoch Vermögensarreste in Höhe von mehr als 30 Millionen Euro vollstrecken. Die Maßnahmen dauern an.
Großrazzia gegen Transportfirmen in Köln und bundesweit
Hauptzollamt Köln, Text: über dts Nachrichtenagentur
16. April 2026 - 13:40 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland