Die Polizei Bremen hat am Mittwochabend mit rund 150 Einsatzkräften elf Lokale und zwei Wohnungen in der Stadt durchsucht. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Hintergrund sind Ermittlungen der Kriminalpolizei wegen des Verdachts der Veranstaltung unerlaubten gewerbsmäßigen Glücksspiels, die sich gegen zwei Männer einer Großfamilie richten.
Einzelne Mitglieder der Familie werden der Clankriminalität zugeordnet.
Die Durchsuchungen fanden in Bremen Nord, Walle, der Innenstadt und der Neustadt statt. Dabei wurden 19 Spielautomaten, eine Schusswaffe, Kokain, Bargeld und ein als gestohlen registriertes Fahrrad sichergestellt. Die Einsatzkräfte wurden von der Glücksspielaufsicht, dem Ordnungsamt und dem Technischen Hilfswerk unterstützt. Die beiden Hauptbeschuldigten im Alter von 24 und 51 Jahren müssen sich nun unter anderem wegen der gewerbsmäßigen Veranstaltung von unerlaubten Glücksspielen verantworten.
Bremens Innensenatorin Eva Högl lobte das Vorgehen: „Wir gehen dorthin, wo es wehtut. Wir schauen genau hin – und wir bleiben dran. Wer in Bremen Geld am Recht vorbei verdient, der bekommt uns zu spüren: an seinem Tisch, an seinen Geräten, an seinem Konto.“ Die Polizei kündigte an, im Rahmen ihrer Null-Toleranz-Strategie weiter konsequent gegen Clankriminalität vorzugehen.
Großeinsatz gegen illegales Glücksspiel in Bremen
über dts Nachrichtenagentur
21. Mai 2026 - 11:30 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland