Gerlach wirbt für mehr Gesundheitsvorsorge bei Männern

Gerlach wirbt für mehr Gesundheitsvorsorge bei Männern - (Foto: Judith Gerlach (Archiv))
München - Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach hat Männer anlässlich des Weltmännertags am 3. November dazu aufgerufen, stärker auf ihre Gesundheit zu achten und Vorsorgeangebote zu nutzen. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention mit.

Gerlach betonte, Männer hätten eine um mehr als vier Jahre geringere Lebenserwartung als Frauen und seien zudem häufiger von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs betroffen. Deshalb sei es wichtig, gesundheitliche Risiken ernst zu nehmen und die Chancen der Prävention und Früherkennung wahrzunehmen. Laut aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik für den Zeitraum 2023 bis 2025 ist die Lebenserwartung im Freistaat auf einen neuen Höchststand gestiegen.

Demnach werden Frauen in Bayern durchschnittlich 84 Jahre und Männer 79,7 Jahre alt. Gerlach erläuterte, wer möglichst lange gesund bleiben wolle, sollte frühzeitig etwas dafür tun.

Dazu gehörten neben ausreichend Bewegung und einer ausgewogenen Ernährung auch regelmäßige Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für zahlreiche wichtige Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen. Für Männer ab 45 Jahren gehört dazu eine jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs.

Ab 65 Jahren können Männer zudem einmalig eine Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung einer krankhaften Erweiterung der Bauchschlagader, eines sogenannten Bauchaortenaneurysmas, in Anspruch nehmen. Darüber hinaus stehen Männern und Frauen eine Reihe weiterer Untersuchungen offen, zum Beispiel der allgemeine Gesundheits-Check-up, bei dem unter anderem Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen und Diabetes frühzeitig erkannt werden können.

Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren können ihn alle drei Jahre wahrnehmen, zwischen 18 und 34 Jahren besteht ein einmaliger Anspruch. Gerlach wies darauf hin, dass Darmkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen gehört und bei frühzeitiger Erkennung häufig gute Heilungschancen bestehen. Männer und Frauen können ab 50 Jahren zwei Darmspiegelungen im Abstand von mindestens zehn Jahren in Anspruch nehmen.

Im Jahr 2024 wurden in Bayern rund 41.000 Krebsneuerkrankungen bei Männern und rund 35.000 bei Frauen registriert. Die häufigste Krebsart bei Männern war Prostatakrebs mit 12.946 Neuerkrankungen, gefolgt von Darmkrebs mit 4.496 und Lungenkrebs mit 3.810 Neuerkrankungen.

Bei den krebsbedingten Todesfällen von Männern stand Lungenkrebs mit 3.074 Sterbefällen an erster Stelle, gefolgt von Prostatakrebs mit 2.153 und Darmkrebs mit 1.722 Sterbefällen. Mit dem Masterplan Prävention will das Ministerium die Menschen in Bayern dabei unterstützen, möglichst viele Lebensjahre bei guter Gesundheit zu verbringen. Gerlach unterstrich, jeder Schritt in Richtung eines gesünderen Lebensstils lohne sich.