Gemeinwohl statt Gewinn: Fairster überzeugt Jury bei ‚Berlins Soziale Unternehmen 2026‘

Bild: Tobias Hirt und Michael Biel. Foto von Fairster

Am 19. Mai 2026 zeichnete die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe im Rahmen der re:publica die Top 15 „Berlins Soziale Unternehmen 2026" aus. Fairster Energie gGmbH belegte dabei in der Kategorie „Planet" einen der Top-5-Plätze. „Fairster hat uns besonders überzeugt, weil das Unternehmen zeigt, dass die Energiewende auch gemeinnützig und verbraucherorientiert gedacht werden kann. In einem Markt, der häufig von Intransparenz und Gewinnmaximierung geprägt ist, setzt Fairster mit seinem Ansatz für fairen Ökostrom und reinvestierte Überschüsse einen wichtigen Impuls.

Genau diese glaubwürdige Verbindung aus Nachhaltigkeit, Gemeinwohlorientierung und unternehmerischem Ansatz hat die Bewerbung für uns zu einer starken Finalistin in der Kategorie ‚Planet‘ gemacht“, erklärt Jurymitglied Jonas Nipkow, Projektleiter „Social Economy Berlin“ (SEND e.V.). Der Preis wird seit 2022 alle zwei Jahre von Social Economy Berlin vergeben und würdigt Unternehmen, die gesellschaftliche, soziale und ökologische Probleme durch innovatives Unternehmertum lösen. Die Preisträger wurden von einer neunköpfigen Experten-Jury aus über 80 Nominierungen ausgewählt und von Staatssekretär Michael Biel geehrt. Die Auszeichnung unterstreicht die Relevanz des Fairster-Ansatzes: Das Unternehmen verbindet ökologische Energieversorgung mit einem gemeinwohlorientierten Geschäftsmodell und stellt Transparenz sowie Verbraucherschutz in den Mittelpunkt.

„Energie ist so grundlegend wie Wasser – sie darf kein Luxusgut sein. Unser Ansatz zwingt den Markt, fairer zu werden, und gibt den Menschen Transparenz, Kostenwahrheit und eine Energieversorgung, die sich an ihren Bedürfnissen orientiert", so Tobias Hirt, Gründer von Fairster Energie gGmbH. Fairster verfolgt einen neuartigen Ansatz, der sich bewusst von klassischen Stromanbietern unterscheidet: Gemeinwohlmodell als Alternative im Energiemarkt. Als Deutschlands erster Stromanbieter in gemeinnütziger Trägerschaft verzichtet das Unternehmen auf Gewinnmaximierung. Ziel ist ein fairer Energiemarkt, der nachvollziehbarer und für Verbraucherinnen und Verbraucher transparenter funktioniert.

Zu den zentralen Merkmalen des Modells gehören: • 100 % Ökostrom aus erneuerbaren Energien • Direkte Strombeschaffung aus deutschen Windenergieanlagen • Faire Stromtarife zum Selbstkostenpreis mit vollständiger Kostentransparenz • Verzicht auf versteckte Margen und intransparente Preiskonstruktionen • Verbraucherschutz und Gemeinnützigkeit statt Renditefokus • FairShare-System, bei dem Überschüsse an Kundinnen und Kunden zurückgegeben werden Im Unterschied zu klassischen Stromanbietern verzichtet der Berliner Ökostromanbieter Fairster bewusst auf Lockangebote, Wechselboni sowie kurzfristige Niedrigpreise mit späteren Preisanpassungen.

Während viele Anbieter Risikoaufschläge als zusätzlichen Profit einkalkulieren, gibt Fairster relevante Kostenbestandteile ohne Aufschlag direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher weiter. Darüber hinaus engagiert sich Fairster im Verbraucherschutz, unter anderem durch Marktanalysen und Transparenzinstrumente wie einen eigenen Strompreisindex, der derzeit entwickelt wird. Nachhaltigkeit durch Nutzung bestehender Ressourcen bestehender Windparks Im Zentrum des Geschäftsmodells steht eine ressourcenschonende Energiebeschaffung: Fairster beliefert ausschließlich mit 100 % Ökostrom aus erneuerbaren Energien, ohne Greenwashing.

Der Strom stammt aus Windkraftanlagen, ergänzt durch Solarstrom. Graustrom, fossile Energieträger oder anonyme Strommischungen werden konsequent ausgeschlossen. Bezogen wird ausschließlich und direkt von deutschen Erzeugerinnen und Erzeugern – ohne Zwischenhandel. Besonders nachhaltig: Fairster holt oftmals stillstehende, ausgeförderten (Post-EEG) Windräder zurück ins Netz, anstatt ausschließlich auf teure Neubauten zu setzen. So werden Ressourcen geschont, Kosten gesenkt und gleichzeitig mehr saubere Energie verfügbar gemacht – ein Ansatz, der ökologisch wie ökonomisch überzeugt und die Energiewende kosteneffizient voranbringen kann. Die Herkunft wird über offizielle Herkunftsnachweise (HKN) dokumentiert und im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes entwertet.

Damit ist die Stromherkunft lückenlos transparent nachvollziehbar. Wachstum und erste Markterfolge Seit der Gründung im Jahr 2023 hat Fairster trotz eines herausfordernden Marktumfelds mehrere tausend Kundinnen und Kunden gewonnen und das Verbrauchsvolumens vom ersten auf das zweite Lieferjahr verdoppelt. Aus dem Lieferjahr 2024 wurden über 350.000 € als „FairShare“-Jahresgutschriften an Kundinnen und Kunden zurückerstattet, das sind 78 % Auszahlung des veranschlagten Strukturierungsbudgets. Damit ist Fairster deutschlandweit der erste Energieversorger, der Überschüsse direkt weitergibt. Die Entwicklung zeigt, dass ein gemeinwohlorientiertes Energiemodell auch unter realen Marktbedingungen funktioniert und und tragfähig sein kann.

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