Eine schnelle Entscheidung hält der CDU-Politiker nicht für nötig, da die Bundesversammlung erst am 30. Januar zusammentrete. Deswegen stünde man auch "überhaupt nicht unter Zeitdruck". Angesprochen auf eine mögliche Kandidatur der hessischen CDU-Fraktionschefin Ines Claus sagte Frei, er wolle bei diesem Namedropping nicht mitmachen, weil das nicht weiterhelfe in der jetzigen Situation. Es gebe sehr gute Kandidatinnen, die derzeit diskutiert würden. Deswegen glaube er, die Parteivorsitzenden würden zur richtigen Zeit einen guten Vorschlag machen. Sie würden dann mit der SPD sprechen und auch darüber hinaus eine möglichst breite Mehrheit gewährleisten.
Einen Anspruch seiner Partei auf das Amt wollte der CDU-Politiker auf Nachfrage nicht erheben. Am Ende gehe es darum, dass man die bestmögliche Kandidatin für diese herausfordernde Aufgabe finde. Die nächsten Jahre dürften kompliziert und schwierig für die Gesellschaft insgesamt werden, so Frei. Da möge die Rolle des Bundespräsidenten noch bedeutungsvoller werden.