In den kommunalen Vertretungen Nordrhein-Westfalens sind Frauen weiterhin deutlich in der Minderheit. Das teilte das Statistische Landesamt mit. Demnach ist nur etwa jedes dritte Mitglied in den Kreistagen und Räten der kreisfreien Städte eine Frau (33,3 Prozent).
Im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2020 ist dieser Anteil sogar um 1,2 Prozentpunkte gesunken. In den Räten von Bonn, Köln und Münster ist der Frauenanteil mit über 42 Prozent am höchsten, während er in den Kreisen Euskirchen, Herford und Höxter nur bei etwa einem Viertel liegt.
In den Gemeinderäten der kreisangehörigen Gemeinden fällt der Frauenanteil mit 28,4 Prozent noch geringer aus, obwohl er hier im Vergleich zu 2020 leicht um 0,8 Prozentpunkte gestiegen ist. Die Unterschiede zwischen den Gemeinden sind groß: In Haan und Legden liegt der Anteil bei 50 Prozent, während es in Nieheim und Hallenberg jeweils nur ein weibliches Ratsmitglied gibt, was einem Anteil von fünf Prozent oder weniger entspricht.
Auch an der Verwaltungsspitze sind Frauen selten vertreten. Derzeit gibt es nur sechs Oberbürgermeisterinnen oder Landrätinnen, was einem Anteil von 11,1 Prozent entspricht. Bei den Bürgermeisterwahlen 2025 in den kreisangehörigen Gemeinden setzten sich nur 43 Frauen durch, während 330 Männer gewählt wurden. Der Frauenanteil sank hier im Vergleich zu 2020 um 3,2 Prozentpunkte auf nun 11,5 Prozent.
Frauen in NRW-Kommunalparlamenten weiter unterrepräsentiert
über dts Nachrichtenagentur
05. März 2026 - 09:30 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland