Nach dem Krisentreffen verteidigte Lecornu die Arbeit der Polizeibeamten, die mit gewalttätigen Gruppen konfrontiert waren. Er beschuldigte eine "ultra-linke Bewegung", Unruhe im Land stiften zu wollen, um den Zeitplan für die Präsidentschaftswahlen 2027 infrage zu stellen. Lecornu sagte, dass trotz schwerer Gewalt und erheblicher Sachschäden am Samstag niemand getötet worden sei. Das sei ein "Wunder", fügte er hinzu.
Bei den Ausschreitungen am Wochenende in mehreren Städten waren Autos in Brand gesetzt und Schaufenster zerstört worden, in Limoges brannte das historische Rathaus nieder. Mindestens 2.400 Menschen wurden nach den Unruhen festgenommen. Die juristische Aufarbeitung hat allerdings erst begonnen.