Frankfurter Staatsanwaltschaft identifiziert 54 Verdächtige nach Ausschreitungen bei GenZ-Demonstration

Frankfurter Staatsanwaltschaft identifiziert 54 Verdächtige nach Ausschreitungen bei GenZ-Demonstration - (Foto: Protesttag von "Gen Z regelt" am 31.10.2026)
Frankfurt am Main - Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat nach den gewaltsamen Ausschreitungen im Zuge der am Samstag stattgefundenen GenZ-Demonstration Ermittlungen aufgenommen, unter anderem wegen Landfriedensbruchs, schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung, Einbruchdiebstahls, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung, gemeinschädlicher Sachbeschädigung sowie Verstößen gegen das Versammlungsgesetz. Das teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium der Justiz und für den Rechtsstaat am Montag mit. Die Zahl der namentlich bekannten Personen, gegen die nach polizeilicher Einschätzung ein Anfangsverdacht wegen einer Straftat besteht, liegt mittlerweile bei 54. Ein Festgenommener ist dem Haftrichter bereits vorgeführt worden.

Dabei handelt es sich um einen 18-jährigen syrischen Staatsangehörigen, dem der Diebstahl einer Waffe aus einem Waffengeschäft vorgeworfen wird. Das Amtsgericht Frankfurt am Main hat antragsgemäß einen Haftbefehl erlassen.

Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Hessens Justizminister Christian Heinz sagte, die Strafverfolgungsbehörden stünden noch am Anfang der Ermittlungen. Innerhalb weniger Stunden sei es gelungen, eine große Anzahl an Straftätern zu identifizieren.

Diese würden mit Konsequenzen rechnen müssen. Bereits im Vorfeld sei die Zahl der Bereitschaftsstaatsanwälte verdoppelt worden.

Die Staatsanwaltschaft arbeite eng mit den Polizeibehörden zusammen. Diese Zusammenarbeit solle intensiviert werden, damit die Täter schnell zur Rechenschaft gezogen würden.

Damit werde auch ein deutliches Zeichen für alle künftigen Zusammenrottungen dieser Art gesetzt. Wie es weiter hieß, werden die eingeleiteten und noch einzuleitenden Verfahren konzentriert und priorisiert in enger Zusammenarbeit mit der im Polizeipräsidium eingerichteten Sonderkommission in der Abteilung für Staatsschutzdelikte und politisch motivierte Kriminalität geführt.

Es werde mit Hochdruck ermittelt, um die verübten Straftaten aufzuklären und die jeweiligen Täter konsequent einer spürbaren Sanktion zuzuführen.