Frankfurter Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage gegen 37-Jährigen

Frankfurter Staatsanwaltschaft erhebt Mordanklage gegen 37-Jährigen - (Foto: Polizist (Archiv))
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Anklage gegen einen 37-jährigen Mann aus dem Rhein-Main-Gebiet erhoben. Der bulgarische Staatsangehörige wird verdächtigt, im Juli vergangenen Jahres den neuen Lebensgefährten seiner getrenntlebenden Ehefrau getötet und die Frau selbst schwer verletzt zu haben, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Der Angeschuldigte soll am 2. Juli 2025 seiner 31-jährigen, von ihm getrennt lebenden Ehefrau an der früheren gemeinsamen Wohnung in Frankfurt-Bonames aufgelauert haben. Als das Paar die Wohnung verließ, überfiel er beide mit einem Messer.
Der 46-jährige Lebensgefährte erlitt mehr als 70 Messerstiche und -schnitte und starb. Die Frau konnte sich schwerverletzt retten. Der Täter soll aus Eifersucht und aus niedrigen Beweggründen gehandelt haben. Gegenstand der Anklage sind zudem weitere Vorfälle häuslicher Gewalt während der Ehe und Trennungsphase, darunter eine Vergewaltigung der Frau und eine Körperverletzung am damals fünfjährigen gemeinsamen Sohn. Der Angeschuldigte, der sich in Untersuchungshaft befindet, hatte erst wenige Tage vor der Tat eine elektronische Fußfessel abgenommen bekommen, nachdem er sich zuvor vier Monate lang rechtskonform verhalten hatte. Das Landgericht Frankfurt entscheidet nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens.

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