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Frankfurter Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen versuchten Mordes nach tödlichem E-Scooter-Unfall

Frankfurter Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen versuchten Mordes nach tödlichem E-Scooter-Unfall - (Foto: Polizei (Archiv))
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Anklage gegen einen 24-Jährigen aus Bad Kreuznach erhoben. Ihm wird unter anderem versuchter Mord und fahrlässige Tötung nach einem schweren Verkehrsunfall mit E-Scootern auf der Mainzer Landstraße vorgeworfen, wie die Behörde mitteilte. Der Vorfall ereignete sich am 6. Juli gegen 2:33 Uhr. Der Angeschuldigte soll unter Lachgaseinfluss und mit überhöhter Geschwindigkeit von seiner Fahrspur abgekommen und auf einen Fahrradstreifen aufgefahren sein, wo er zwei 23-jährige Zwillinge überfuhr.
Beide verstarben noch an der Unfallstelle beziehungsweise im Krankenhaus. Anschließend kollidierte er mit einem weiteren E-Scooter, dessen 27-jähriger Fahrer auf seine Motorhaube geschleudert wurde. Trotz der Kollisionen habe der Mann nicht gebremst und den Verletzten etwa 70 Meter auf der Haube transportiert, bis dieser auf die Fahrbahn fiel. Der Geschädigte erlitt schwerste Verletzungen und verlor ein Bein. Der Angeschuldigte flüchtete und verschleierte die Tat, stellte sich aber Stunden später. Er befindet sich seit Mitte Juli in Untersuchungshaft. Das Landgericht Frankfurt muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

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