Die FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg hat einen Gesetzentwurf zur leichteren Bestandsregulierung von Bibern und Saatkrähen abgelehnt gesehen. Die Regierungsfraktionen votierten am Donnerstag gegen den Vorstoß, die Tiere dem Jagd- und Wildtiermanagementgesetz zu unterstellen. Damit sei ein 'unbürokratisches und rechtssicheres Management' blockiert worden, teilte der naturschutzpolitische Sprecher der Liberalen, Klaus Hoher, mit.
Hoher warf den Grünen in der Landesregierung 'heuchlerische Artenschutzpolitik' vor und kritisierte Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir.
Dieser habe beim Landesbauerntag versprochen, Biber und Saatkrähe dem Jagdrecht unterstellen zu können, doch entsprechende Vorhaben seien bereits im Dezember 2025 abgelehnt worden. Der bisherige Umgang mit den Tieren sei ein 'Flickenteppich' aus Verordnungen und willkürlichen Einzelfallentscheidungen der Naturschutzbehörden.
Der FDP-Politiker verwies zum Vergleich auf Bayern, wo jährlich rund 3.000 'Problembiber' entnommen würden. In Baden-Württemberg seien es in der gesamten Legislaturperiode nur vier von schätzungsweise 13.500 Tieren gewesen. Die Liberalen fordern eine 'praktikable, unbürokratische und rechtssichere Bestandsregulierung' und eine Herabsenkung des Schutzstatus der Arten auf EU- und Bundesebene.
FDP-Antrag zur Jagd auf Biber und Saatkrähen in Baden-Württemberg abgelehnt
über dts Nachrichtenagentur
05. Februar 2026 - 18:00 Uhr
Von Peter Heidenreich