Im Verlauf der Versammlung seien mehrfach pyrotechnische Gegenstände abgebrannt worden. Etliche Personen hätten Polizeikräfte körperlich angegriffen, weshalb es zu einzelnen Festnahmen gekommen sei. Der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel erklärte, drei verletzte Polizisten seien drei zu viel.
Wer Einsatzkräfte angreife und Pyrotechnik zünde, begehe Straftaten; dafür gebe es keine Rechtfertigung. Polizei und Staatsanwaltschaft würden die Täter ermitteln und zur Rechenschaft ziehen.
Hagel betonte, die Polizei habe seine volle Rückendeckung, und wünschte den verletzten Beamten rasche Genesung. Versammlungs- und Meinungsfreiheit seien ein hohes Gut, teilte Hagel weiter mit. Die Polizei schütze sie jeden Tag professionell, mit Augenmaß, Deeskalation und Kooperation.
Wer den friedlichen Protest als Deckmantel für Gewalt und Zerstörung missbrauche, schade vor allem denen, die friedlich ihre Meinung sagten; das werde nicht zugelassen. An alle, die am 31. Oktober auf die Straße gehen wollen, richtete Hagel aus, wer auf berechtigte Probleme aufmerksam mache, habe Gehör. Friedlicher Protest werde geschützt, bei Gewalt werde durchgegriffen.
Randale sei kein Jugendprotest, die Bilder aus Frankreich seien kein Vorbild. In Baden-Württemberg zeige sich, dass Protest anders gehe: laut, aber friedlich.
Die Veranstalter trügen Verantwortung, Gewalttätern keinen Raum zu geben. Hagel sagte weiter: "Halloween ist ein Fest zum Verkleiden. Nicht zum Vermummen."