Diagnose Parkinson – plötzlich sind da 1000 Fragen

Diagnose Parkinson – plötzlich sind da 1000 Fragen. Foto von Parkinson Stiftung

Welche neuen Aspekte das Leben entscheidend verändern, das zeigt ein ganz normaler Tag im Leben mit Parkinson. Wenn das morgendliche Aufstehen nicht mehr vom Wecker, sondern von der körperlichen Verfassung abhängt, die Zeiten für die Einnahme der Tablette den Tag strukturieren oder das Einkaufen durch das Zittern der Hand schwer fällt – spätestens dann ist die Diagnose im Alltag angekommen.

Zum diesjährigen Welt-Parkinson-Tag versucht die Parkinson Stiftung deshalb gemeinsam mit Betroffenen, Angehörigen und der Öffentlichkeit Antworten auf die 1000 Fragen zu finden, die das Leben mit Parkinson aufwirft – medizinische, alltägliche und persönliche.

„Wir möchten eine Heimat für Menschen mit Parkinson schaffen, einen sicheren Ort des offenen Austauschs.", so Prof. Dr. Jens Volkmann, Vorsitzender der Parkinson Stiftung. Wir laden deswegen sehr herzlich zur sechsten hybriden Online-Veranstaltung für Betroffene und Interessierte ein:

Digitaler Welt-Parkinson-Tag

„Diagnose Parkinson – plötzlich sind da 1000 Fragen".

Mittwoch, 15. April 2026 | 15:00 – 18:00 Uhr

Online – live verfolgbar unter: www.parkinsonstiftung.de/wpt

Das Programm in der Übersicht

Das vielfältige Programm richtet sich an Betroffene, Angehörige, Fachpublikum und alle, die mehr über Parkinson erfahren möchten. 
Stefan Schwartze MdB, Patientenbeauftragter der Bundesregierung, beleuchtet die Situation von Parkinson-Betroffenen aus gesundheitspolitischer Perspektive.
Darüber hinaus erwarten die Teilnehmenden unter anderem Vorträge und Diskussionen, die feierliche Verleihung der Innovationspreise 2025 sowie das „Kunstprojekt Parkinson" in der Universität der Künste (UDK) Berlin. Studierende haben mit künstlerischen Augen Parkinson betrachtet und neue Perspektiven auf das Leben mit der Erkrankung eröffnet.

Hintergrund:

Parkinson: Häufig, komplex und noch immer unheilbar

Parkinson ist nach Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung weltweit. In Deutschland sind rund 400.000 Menschen betroffen – Tendenz steigend. Die Erkrankung entsteht durch den fortschreitenden Verlust dopaminerger Nervenzellen im Gehirn und äußert sich nicht nur in den bekannten motorischen Symptomen wie Zittern (Tremor), Muskelsteifheit (Rigor) und verlangsamten Bewegungen (Bradykinesie), sondern auch in einer Vielzahl nicht-motorischer Beschwerden: Schlafstörungen, Depressionen, Riechverlust und kognitive Veränderungen belasten die Lebensqualität der Betroffenen oft erheblich.

Eine Heilung ist bislang nicht möglich. Aktuelle Therapien – von medikamentöser Behandlung über die Tiefe Hirnstimulation (THS) bis hin zu Physio- und Ergotherapie – lindern die Symptome und verbessern die Lebensqualität. Die Forschung macht jedoch Fortschritte: Früherkennung durch Biomarker, neuroprotektive Therapien und gentherapeutische Ansätze bieten Hoffnung für die Zukunft.

„Der Welt-Parkinson-Tag ist für uns der Anlass, gemeinsam laut zu sein – für mehr Forschung, bessere Versorgung und mehr Sichtbarkeit für Betroffene und ihre Angehörigen", sagt Franziska Engehausen, Geschäftsführerin der Parkinson Stiftung.

Der Welt-Parkinson-Tag am 11. April

Der internationale Gedenktag geht auf den Geburtstag des englischen Arztes James Parkinson (1755–1824) zurück, der die Erkrankung erstmals wissenschaftlich beschrieb. Seither hat die Erforschung und Behandlung von Parkinson enorme Fortschritte gemacht – und doch bleibt noch viel zu tun. Die Parkinson Stiftung macht sich dafür stark, dass aus Fragen Antworten werden – für die rund 400.000 Menschen in Deutschland, die heute mit Morbus Parkinson leben.


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