Gegenüber dem "Handelsblatt" bestätigte Wildberger die Verzögerung: "Die ersten Prototypen stehen und werden in Kommunen getestet, befinden sich aber noch nicht im regulären Betrieb." Als Grund nannte er gestiegene Ansprüche. Nach den "ersten erreichten Meilensteinen" habe man die Anforderungen nochmals erhöht. Die App soll langfristig auch komplexe Verwaltungsverfahren automatisieren.
Wie das "Handelsblatt" aus Ministeriumskreisen erfuhr, werden dafür zunächst drei bis vier Verwaltungsverfahren ausgewählt, die schneller an die sogenannte "Registermodernisierung" angeschlossen werden und dann vollständig digital in der App verfügbar sein sollen. Zusätzliche Herausforderungen seien die unterschiedliche Qualität der vorhandenen Onlinedokumente sowie die unterschiedlichen IT-Systeme und Digitalisierungsstände in den einzelnen Kommunen. Den Auftrag für den ersten Prototypen hatten die Telekom-Tochter T-Systems und SAP erhalten. Auf "Handelsblatt"-Anfrage verwies die Deutsche Telekom auf das Digitalministerium als Auftraggeber.