Im Jahr 2024 sind in Nordrhein-Westfalen 13.982 Personen an einer Demenzerkrankung gestorben. Das teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch mit. Das durchschnittliche Sterbealter der an Demenz Verstorbenen lag bei 88 Jahren und damit neun Jahre über dem Durchschnitt aller Verstorbenen, der bei 79 Jahren lag. Bei den Über-80-Jährigen war Demenz die häufigste Todesursache mit einem Anteil von 9,6 Prozent, gefolgt von der chronischen ischämischen Herzkrankheit mit 7,9 Prozent. Zwei Drittel der an Demenz Gestorbenen waren Frauen. Im Jahr 2024 starben 9.313 Frauen an dieser Krankheit, was 8,3 Prozent aller weiblichen Todesfälle ausmachte.
Bei den Männern lag der Anteil bei 4,3 Prozent. Ein möglicher Grund für den höheren Frauenanteil könnte die höhere Lebenserwartung der Frauen sein. Der Anteil der an Demenz Gestorbenen an allen Sterbefällen war 2024 bei Männern dreimal und bei Frauen 2,5-mal höher als 2014. Insgesamt war Demenz 2024 die Ursache für 6,3 Prozent aller Todesfälle in Nordrhein-Westfalen, während dieser Anteil zehn Jahre zuvor bei 2,4 Prozent und 2004 bei lediglich 0,4 Prozent lag. Die niedrigste demenzbedingte Sterberate wurde 2024 in Gelsenkirchen mit 53 Sterbefällen je 100.000 Einwohner verzeichnet. Die höchste Rate gab es im Ennepe-Ruhr-Kreis mit 116 Sterbefällen je 100.000 Einwohner. Landesweit lag die demenzbedingte Sterberate bei 78 Personen je 100.000 Einwohner, während sie 2014 noch bei 27 lag.