Zum Wochenstart hat der Dax deutlich zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 22.562 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,2 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag.
"Das Handelsgeschehen im Dax wird weiter maßgeblich von den Nachrichten aus dem Nahen Osten bestimmt", sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Heute haben die Worte des US-Präsidenten über den fortschreitenden Verhandlungserfolg mit dem Iran die Stimmung zumindest mal wieder etwas aufgehellt. Zwölf von 15 Punkten im Forderungskatalog seien bereits erfolgreich verhandelt, hieß es aus dem Weißen Haus. Der Wahrheitsgehalt und die tatsächlichen Fortschritte in den Gesprächen lassen sich allerdings nicht wirklich verifizieren."
Alles in allem bleibe die Marktlage schwierig.
Es sei weiterhin kaum abzuschätzen, wie schnell sich die steigenden Energiepreise in den Teuerungsraten zeigen würden und wie teuer Öl noch werden könne. "Eines ist aber sicher: Die zerstörte Infrastruktur im Nahen Osten wird mit großer Sicherheit einen schnellen disinflationären Trend verhindern."
"Im März ist die Inflation in Deutschland bereits wieder auf 2,7 Prozent angesprungen. In Anbetracht der stark gestiegenen Energiepreise hätten die Verbraucherpreise aber auch über das Niveau von drei Prozent klettern können. Nun muss sich zeigen, ob die preisdämpfenden Wirkungen im April ihre Gültigkeit behalten. Die Gefahr eines Inflationsschocks kann nicht von der Hand gewiesen werden. Parallelen zur Zeit nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine sind erkennbar."
"Derzeit helfen dem Dax das eher geringe Handelsvolumen und der dadurch abnehmende Verkaufsdruck. Noch ist es aber zu früh, um Entwarnung geben zu können. Sollte es zu einem Einsatz von US-Bodentruppen im Irankrieg kommen, müsste sicherlich ein neues Kapitel aufgeschlagen werden", so Lipkow.
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagnachmittag schwächer: Ein Euro kostete 1,1456 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8729 Euro zu haben.
Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.551 US-Dollar gezahlt (+1,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 127,71 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis sank unterdessen leicht: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Montagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 112,50 US-Dollar, das waren 3 Cent oder 0,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Dax legt kräftig zu - Anleger ziehen sich an Trumps Worten hoch
über dts Nachrichtenagentur
30. März 2026 - 17:46 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland