"Wenn wir keine Leute hätten mit Migrationshintergrund in unserem Land, dann könnten wir die Pflege zusperren", sagte Holetschek. Jeder Dritte in der Pflege habe einen Migrationshintergrund. Das sage er "auch bewusst an einem Tag, wo heute ein AfDler zum Landtagspräsidenten gewählt wurde".
Besonders störe ihn die Debatte um die von der AfD geforderte sogenannte "Remigration". Unter dem Konzept wird die massenhafte Rückführung von illegalen Einwanderern gefordert. Wenn die Fachkräfte sich hier nicht mehr wohlfühlen und Deutschland verlassen, dann könne man langfristig "zumachen", fügte der CSU-Politiker hinzu. "Das wird uns ganz massiv treffen."
Das Bundeskabinett hat vergangene Woche einen Entwurf zur Pflegereform beschlossen. Eine Kommission soll zeitnah weitere Vorschläge für tiefergreifende Strukturreformen erarbeiten, die kommendes Jahr umgesetzt werden sollen.