Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat der rot-grünen Regierung in Hamburg schwere Versäumnisse beim Winterdienst vorgeworfen. Nach dem jüngsten Schnee- und Eischaos müssten die Bürger die Fehlplanungen mit Stürzen, Unfällen und Verletzungen bezahlen, teilte Fraktionschef Dennis Thering am Freitag mit. Er warf dem Senat vor, den Winterdienst kaputtgespart zu haben.
Seit 2019 seien fast 200 Einsatzkräfte abgebaut worden, gleichzeitig fehle es an Ausstattung und Räumfahrzeugen.
Die Folge seien hunderte Unfälle, zahlreiche Verletzte und eine zeitweise lahmgelegte Stadt. Thering verwies darauf, dass die CDU bereits vor zwei Jahren einen Antrag zur Aufrüstung des Winterdienstes gestellt habe, der von SPD und Grünen abgelehnt worden sei.
Die CDU fordert nun in einem neuen Antrag eine deutliche Personalaufstockung, moderne Ausrüstung und die dauerhafte Zulassung von Streusalz. Das gesetzliche Verbot von Tausalz auf Geh- und Radwegen müsse komplett aufgehoben werden, da kurzfristige Aufhebungen nicht helfen würden, weil Privatpersonen keine Vorräte hätten. Die Gesundheit der Menschen gehe vor, so Thering.
CDU kritisiert Winterdienst in Hamburg nach Schneechaos
über dts Nachrichtenagentur
09. Januar 2026 - 09:35 Uhr
Von Peter Heidenreich