Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat den Hamburger Senat aufgefordert, umgehend für Transparenz bei der anhaltenden Sperrung der Freihafenelbbrücke zu sorgen. Das teilte die hafenpolitische Sprecherin der Fraktion, Antonia Goldner, am Montag mit.
Sie kritisierte, dass Wirtschaft und Pendler seit dem Schadensfall im Oktober ein "Hin und Her mit widersprüchlichen Signalen und ausbleibenden Meldungen" erlebten.
Medienberichten zufolge hatte die Hamburg Port Authority (HPA) zunächst einen Sperrzeitraum bis zum 1. Januar 2027 veröffentlicht, diese Meldung später aber als 'versehentlich' bezeichnet und wieder entfernt. Seit Wochen führe die HPA die Brücke nicht mehr in ihren Verkehrsmeldungen auf, klare Informationen gebe es derzeit nur noch vom ADAC, der die Sperrdauer mit "bis auf Weiteres" angebe.
Im Wirtschaftsausschuss habe Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard zudem offengelassen, wann und ob die Brücke überhaupt wieder geöffnet werde.
Goldner forderte die Senatorin auf, umgehend Klarheit über den Zustand der Brücke und eine realistische Perspektive für ihre Freigabe zu schaffen, damit sich die Hafenwirtschaft einstellen könne. Bei der Freihafenelbbrücke handele es sich nicht um 'irgendeine Brücke', sondern um eine wichtige Verbindung für Stadt und Hafen. Neben ihrer Grundinstandhaltung stünden in der Nähe auch die Erneuerung der Norderelbbrücken durch die Deutsche Bahn und die Elbquerung der U4 zum Kleinen Grasbrook an. "Transparenz statt Salamitaktik ist jetzt das Gebot der Stunde", so Goldner.
CDU fordert Aufklärung über Sperrung der Freihafenelbbrücke in Hamburg
über dts Nachrichtenagentur
19. Januar 2026 - 09:50 Uhr
Von Peter Heidenreich