Bundespolizei sucht Zeugen nach gefährlicher Körperverletzung im Regionalzug bei München

Bundespolizei sucht Zeugen nach gefährlicher Körperverletzung im Regionalzug bei München - (Foto: Polizei (Archiv))
München - Bei einer Auseinandersetzung in einem Regionalzug zwischen dem Münchner Hauptbahnhof und dem Ostbahnhof sind in der Nacht zum 21. Oktober zwei Männer verletzt worden. Das teilte die Bundespolizeidirektion München mit.

Gegen 00:10 Uhr ist es nach Angaben der Bundespolizei im RE 5 auf der Fahrt von München Hauptbahnhof nach Salzburg zu der körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen saß ein 20-jähriger Afghane zunächst einige Sitzreihen entfernt von einem 18- und einem 32-jährigen Deutschen. Aus bislang ungeklärter Ursache näherte sich der 20-Jährige dem 18-Jährigen und schlug ihm unvermittelt ins Gesicht.

Als der 32-Jährige die Situation bemerkte und schlichten wollte, soll der 20-Jährige auch ihm ins Gesicht geschlagen haben. Ein 36-jähriger Afghane, der gemeinsam mit dem 20-Jährigen unterwegs war, soll zudem auf den 18-Jährigen eingewirkt haben.

Der 18-Jährige erlitt eine Platzwunde unterhalb der linken Augenbraue sowie eine Verletzung an der Innenseite der Oberlippe. Der 32-Jährige wies ein stark geschwollenes linkes Auge auf und klagte über eine Verschlechterung seines Sehvermögens.

Beide Männer wurden durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Dort wurden bei dem 32-Jährigen mehrere Frakturen im Gesicht diagnostiziert.

Beim Halt des Zuges am Münchner Ostbahnhof trafen die durch Zeugen über den Notruf alarmierten Einsatzkräfte der Bundespolizei alle vier Beteiligten an. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem 20-Jährigen einen Wert von 0,0 Promille, bei seinem 36-jährigen Begleiter hingegen 1,6 Promille.

Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Gegenstand der Ermittlungen ist insbesondere der bislang ungeklärte Auslöser der Auseinandersetzung. Mehrere Reisende haben die Auseinandersetzung nach bisherigen Erkenntnissen beobachtet und teilweise versucht, schlichtend einzugreifen.

Diese Personen sind der Bundespolizei bislang nicht namentlich bekannt und werden gebeten, sich als Zeugen zu melden. Insbesondere wird eine junge Frau gesucht, die sich während des Vorfalls in unmittelbarer Nähe befunden haben dürfte.

Sie wird als etwa 20 Jahre alt und 160 bis 170 Zentimeter groß beschrieben. Sie hatte längere dunkle Haare und trug nach bisherigen Erkenntnissen graue Kleidung.

Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion München unter 089 515 550-0 entgegen.