SAP hatte sein Geschäft mit Software für Banken und Versicherungen 2021 ausgegliedert. Der Münchner Investor Dediq sicherte Investitionen in Höhe von über 500 Millionen Euro zu und erhielt dafür 80 Prozent der Anteile. Nach der Abspaltung stieß das Unternehmen bei vielen Banken auf Skepsis: Sie hätten lieber weiter mit einem bekannten Dax-Konzern zusammengearbeitet und fürchteten unter anderem einen Verkauf von SAP Fioneer.
SAP-Fioneer-Chef Matthias Tomann versucht, solche Sorgen zu entkräften. Es gebe einen "unbegrenzten Investitionshorizont", sagte der Manager dem "Handelsblatt". "Wir haben nicht vor, die Firma zu verkaufen - ich könnte mir aber vorstellen, dass es in einigen Jahren einen Börsengang geben wird", so der SAP-Fioneer-Chef weiter. Das Joint Venture mit SAP sei ebenfalls zeitlich unbegrenzt angelegt.