Bayerns Minister für Internationales sichert in Zentralasien Öllieferungen

Bayerns Minister für Internationales sichert in Zentralasien Öllieferungen - (Foto: Öltanks (Archiv))
Der bayerische Staatsminister für Europaangelegenheiten und Internationales, Eric Beißwenger, hat bei einer Reise nach Kasachstan und Usbekistan Vereinbarungen getroffen, die die Energieversorgung und den Fachkräftebedarf des Freistaats betreffen. Wie das Ministerium mitteilte, sagte Kasachstan zu, seine Öllieferungen nach Bayern auszuweiten. Derzeit bezieht Bayern etwa die Hälfte seines Erdöls aus dem zentralasiatischen Land, das seine Lieferungen bereits 2025 um 44 Prozent gesteigert hatte.
Im Gegenzug bietet Bayern Unterstützung beim Ausbau erneuerbarer Energien mit heimischer Technologie an. Beißwenger wertete dies angesichts der angespannten Lage an der Straße von Hormus als wichtigen Schritt für die langfristige Energiesicherheit Bayerns. In der usbekischen Hauptstadt Taschkent vereinbarte Beißwenger mit der Regierung die Gewinnung junger Fachkräfte für bayerische Tourismusregionen. Im Rahmen des Projekts 'Profi Deutsch' werden in Samarkand junge Menschen sprachlich und fachlich für die Arbeit in der Hotellerie und Gastronomie ausgebildet. Der Minister betonte den großen Fachkräftebedarf im bayerischen Tourismus und die hohe Motivation der usbekischen Jugendlichen. Zudem besuchte er die im Aufbau befindliche New Uzbekistan University, die mit Unterstützung der Technischen Universität München entsteht und künftig Praktika für Studierende in bayerischen Unternehmen ermöglichen soll. Die Reise diente auch der Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen. Mit Kasachstan wurde eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Energie unterzeichnet. Usbekistan, dessen Außenhandelsvolumen mit Bayern seit 2021 um fast 75 Prozent gestiegen ist, wurde als Partner mit großem Potenzial für bayerische Unternehmen hervorgehoben. Beißwenger zeigte sich beeindruckt von der wirtschaftlichen Aufbruchstimmung in beiden Ländern und den kulturellen Stätten wie den UNESCO-Welterbe-Denkmälern in Samarkand.

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