München - Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann hat bei einer Veranstaltung der Bayern-Südtirol-Gesellschaft auf die Gefahren hingewiesen, die besonders von Drogenhandel und organisierter Kriminalität auf Transitrouten und Alpenpässen ausgehen. Herrmann kündigte eine noch engere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden gegen grenzüberschreitende Kriminalität an.
Er betont, dass offene Grenzen keine offenen Flanken für die Kriminalität sein dürfen. Besonders alarmierend ist die Zunahme der Rauschgiftkriminalität. Im Jahr 2025 registrierte die Bayerische Polizei einen Anstieg der Kokaindelikate um 11,8 Prozent auf 4.440 Fälle.
Bei neuen psychoaktiven Stoffen gab es sogar einen Anstieg von 58,9 Prozent auf 1.308 Fälle. Die Bayerische Grenzpolizei stellte an den Land- und Luftgrenzen 2.091 Rauschgiftfälle fest und sicherte mehr als 190 Kilogramm Rauschgift. Herrmann betonte die Notwendigkeit einer grenzüberschreitenden und vernetzten Antwort auf die Kriminalität.
Informationen über Personen, und Schmuggelrouten müssten schnell und zuverlässig ausgetauscht werden. Zudem sei eine enge Zusammenarbeit mit Europol und Eurojust erforderlich, um die kriminellen Strukturen effektiv zu bekämpfen.