Deshalb setze man seit vielen Jahren auf eine umfassende Präventionsarbeit, die Aufklärung, Beratung und niedrigschwellige Testmöglichkeiten miteinander verbindet. Die Ministerin erläutert, dass es sehr wichtig sei, HIV-Infektionen möglichst rasch zu erkennen. Insbesondere nach Risiko-Kontakten sollte man sich testen lassen.
Niemand solle aus Angst oder Scham auf einen HIV-Test verzichten, da ein Test Klarheit schaffen und vor schweren gesundheitlichen Folgen schützen könne. Gerlach hebt hervor, dass mittlerweile HIV-Medikamente verhindern können, dass sich die Viren im Körper vermehren, und dass eine rechtzeitige Behandlung den Ausbruch von AIDS verhindern kann. In Bayern leben nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts ca. 12.400 Menschen mit einer HIV-Infektion.
Im Jahr 2024 haben sich geschätzt rund 290 Menschen neu mit HIV infiziert. Die bayerischen HIV-Testwochen finden in diesem Jahr vom 2. bis zum 30. November statt und werden vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung koordiniert.
Gesundheitsämter, AIDS-Beratungsstellen und AIDS-Hilfen bieten während dieser Zeit zusätzliche Test- und Beratungsmöglichkeiten an.