Die Präventionsangebote für Jugendliche in Bayern zeigen nach Angaben von Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) in vielen Bereichen Wirkung. Sie verwies am Sonntag auf eine neue Studie, wonach der Alkohol- und Tabakkonsum bei Jugendlichen weiter zurückgegangen sei. Zugleich seien aber besorgniserregende Trends beim Cannabiskonsum und bei E-Zigaretten zu verzeichnen.
Die Auswertung der Europäischen Schülerstudie zu Alkohol und Drogen (ESPAD) für Bayern ergab, dass sich die Zahl der 15- bis 16-Jährigen, die mindestens einmal herkömmliche Zigaretten geraucht haben, seit 2003 etwa halbiert hat.
Auch der Alkoholkonsum sei rückläufig, liege mit rund 85 Prozent der Jugendlichen, die schon einmal Alkohol getrunken haben, aber noch zu hoch. Deutlich gestiegen ist dagegen der Konsum von E-Zigaretten. Der Anteil der Jugendlichen, die in den letzten 30 Tagen konsumiert haben, stieg von rund 7 Prozent im Jahr 2015 auf 30 Prozent im Jahr 2024.
Besorgt zeigte sich Gerlach über den problematischen Cannabiskonsum, der sich bei den 15- und 16-Jährigen im Vergleich zu 2007 fast verdoppelt habe. Sie forderte, die Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken müsse komplett zurückgenommen werden. Die Studie befasst sich auch mit der Mediennutzung und weist einen starken Anstieg der problematischen Internetnutzung aus. Fast 81 Prozent der befragten Jugendlichen gaben an, zu viel Zeit in sozialen Medien zu verbringen.
Bayerns Gesundheitsministerin warnt vor Cannabis und E-Zigaretten
über dts Nachrichtenagentur
08. Februar 2026 - 08:16 Uhr
Von Peter Heidenreich