Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach hat sich für eine schnelle Verbesserung der Vergütung von Vor-Ort-Apotheken ausgesprochen. Das teilte das Ministerium am Montag in München mit. Gerlach begrüßte, dass Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eine zunächst zurückgestellte Erhöhung der Apothekenvergütung nun angehen wolle, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart worden sei.
Die Ministerin betonte, eine auskömmliche Bezahlung sei notwendig, damit Apotheken ihren Versorgungsauftrag flächendeckend erfüllen könnten.
Die letzte Erhöhung der Fixum-Vergütung gab es 2013. Seitdem hätten von damals rund 20.000 Apotheken in Deutschland über 4.000 geschlossen, allein 2025 seien es rund 502 Schließungen bei nur 62 Neueröffnungen gewesen. Diese Entwicklung sei besorgniserregend, so Gerlach.
Bayern halte zudem am Grundsatz 'keine Apotheke ohne Apothekerin oder Apotheker' fest und lehne eine Vertretungsregelung durch pharmazeutisch-technische Assistenten weiter ab. Die vom Bund geplante Erprobung einer solchen Vertretung werde dem Mangel an in Apotheken arbeitenden Apothekern nicht abhelfen, erklärte die Ministerin.
Bayerns Gesundheitsministerin fordert bessere Bezahlung für Apotheken
über dts Nachrichtenagentur
23. März 2026 - 10:35 Uhr
Von Peter Heidenreich - Deutschland