Bayern will Opfer digitaler Gewalt besser unterstützen

Bayern will Opfer digitaler Gewalt besser unterstützen - (Foto: Computer-Nutzer (Archiv))
Die bayerische Frauenbeauftragte und Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) hat das Ausmaß digitaler Gewalt wie Cybermobbing, Deepfakes oder Hassrede als erschütternd bezeichnet. "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, jede Tat muss verfolgt und bestraft werden", sagte Scharf am Donnerstag. Sie verurteilte das niederträchtige Handeln Einzelner, das sich hinter vermeintlicher Anonymität im Netz verstecke. Bayern verfüge über ein flächendeckendes Gewaltschutzkonzept, um Betroffene bestmöglich vor Ort, online oder durch Vermittlung passender Angebote zu unterstützen, so die Ministerin.
Unter der Plattform "Bayern gegen Gewalt" fänden Opfer und Angehörige Anlaufstellen, Beratung und Hilfsangebote. Digitale Übergriffe könnten zudem bei der Online-Meldestelle 'REspect! Im Netz' gemeldet werden. Scharf betonte, wie wichtig es sei, Opfer digitaler Gewalt nicht allein zu lassen. Der Missbrauch neuer Technologien und Künstlicher Intelligenz sorge für Unsicherheit. Entscheidend sei es, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen von Anfang an zu stärken. Ein schlichtes Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 14 Jahren lehne sie daher ab.

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