Allerdings ist ein wesentlicher Teil der damit verbundenen Probleme ungeklärt. "Grundsätzlich ist die aktive Abwehr von Drohnen eine hoheitliche Aufgabe", sagte Wachter. Nur sei die Zahl schutzbedürftiger Industrieanlagen und kritischer Infrastrukturen so groß, dass ein flächendeckender Schutz durch staatliche Stellen realistischerweise nicht gewährleistet werden könne. "Die Frage, wer bei der Abwehr einer Drohne hafte, ist bislang ungeklärt. Hier brauchen Unternehmen eine klare und rechtssichere Regelung", forderte der BDI.
Der Verband hat Wachter zufolge eine Arbeitsgruppe zum Schutz besonders gefährdeter Firmen gegründet. Mit dabei seien fast 100 Unternehmen, darunter Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Anbieter von Drohnen-, Detektions- und Abwehrtechnologien. "Das Thema habe für die deutsche Industrie stark an Bedeutung gewonnen", hieß es. Deshalb führten sie derzeit viele Gespräche mit Unternehmen.