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Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg steigt auf höchsten Stand seit 2007

Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg steigt auf höchsten Stand seit 2007 - (Foto: Bundesagentur für Arbeit (Archiv))
Die Zahl der Arbeitslosen in Baden-Württemberg ist im Januar saisonbedingt deutlich gestiegen. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitteilte, waren im Südwesten 310.443 Menschen ohne Job, das sind 6,7 Prozent mehr als im Vormonat Dezember. Damit erreichte die Arbeitslosigkeit den höchsten Wert seit dem Jahr 2007.
Im Vergleich zum Januar des Vorjahres stieg die Zahl um 5,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 4,8 Prozent. Die Dynamik am Arbeitsmarkt bleibt nach Angaben der Behörde gering. Zwar meldeten sich im Januar rund 36.000 Menschen aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos, was einem Anstieg von 45,1 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Gleichzeitig konnten aber nur etwa 16.500 Personen ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer neuen Stelle beenden. Die saisonalen Gründe für den Anstieg seien vielfältig, etwa das Auslaufen befristeter Verträge zum Jahresende. Besorgniserregend ist die Entwicklung bei der Langzeitarbeitslosigkeit. Mit rund 92.300 Betroffenen wurde im Januar der höchste Stand seit Oktober 2007 erreicht. Die Geschäftsführerin Operativ der Regionaldirektion, Sabine Schultheiß, forderte Beschäftigte und Arbeitslose auf, die aktuelle Situation für Qualifizierungen zu nutzen. Die Agenturen für Arbeit wollen ihre Ausgaben für berufliche Weiterbildung in diesem Jahr nochmals steigern und den Vorjahreswert von rund 470 Millionen Euro übertreffen. Zudem bleibe die Kurzarbeit, vor allem in der Metall- und Elektroindustrie, auf einem hohen Niveau.

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