Woidke würdigt Erinnerungsarbeit des Vereins Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga

Woidke würdigt Erinnerungsarbeit des Vereins Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga - (Foto: Dietmar Woidke am 24.04.2026)
Ministerpräsident Dietmar Woidke hat den historischen Ort des KZ-Außenlagers Schlieben-Berga im Landkreis Elbe-Elster besucht. Wie die Staatskanzlei mitteilte, nahm er anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Gedenkstätte am Tag der Offenen Tür teil und dankte dem dortigen Verein für das herausragende Engagement und die aktive Erinnerungsarbeit. Zudem überreichte Woidke einen Scheck über 7.140 Euro aus Lottomitteln des Ministerpräsidenten, von dem der Verein einen Güterwagen Typ G als Ausstellungsstück erwerben möchte. „Dem Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger ist es zu verdanken, dass dieser Ort vor dem Vergessen bewahrt wurde“, sagte Woidke.
Erinnerung brauche Menschen, die Orte der Erinnerung lebendig halten. Dafür engagierten sich die Mitglieder des Vereins mit großer Hingabe. Dass sich die Gedenkstätte zu einem würdigen Erinnerungsort entwickelt habe, sei ihr Verdienst. Nur wegen dieses ehrenamtlichen Einsatzes könne man heute den Tag der offenen Tür zum 15. Jubiläum begehen. Das KZ-Außenlager Schlieben-Berga war das drittgrößte Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Auf einem Areal von über 500 Hektar wurden bis zu 5.000 Gefangene festgehalten. Im Jahr 2009 gründete sich der Verein Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga, zwei Jahre später wurde die Gedenkstätte im Beisein von Zeitzeugen sowie deren Nachkommen aus dem In- und Ausland eröffnet. Seitdem wird konstant mehr Sichtbarkeit für den wichtigen Erinnerungsort erzeugt.

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