Woidke vermisst Fairness für den Osten

Woidke vermisst Fairness für den Osten. Archivbild von Patrick Pleul/dpa

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht großem Nachholbedarf bei der Infrastruktur in den ostdeutschen Ländern. «Es gibt nach wie vor riesengroße Unterschiede zwischen Ost und West», sagte Woidke zum Start der Konferenz der Ost-Regierungschefs dem RBB. «Wir wollen für den Osten keine Sonderbehandlung, wir wollen für den Osten Fairness beispielsweise im Ausbau der Infrastruktur Richtung Polen.»

Der Regierungschef macht sich für den Ausbau der Ostbahn stark. Wenn man sich die Infrastruktur an der deutsch-französischen Grenze anschaue und welche Zugverbindungen es gebe, dann sei das ein riesengroßer Unterschied, sagte Woidke. Die Brücke über die Oder etwa sei gebaut, aber das Bundesverkehrsministerium weigere sich, ein zweites Gleis zu bauen. Die Strecke Berlin - Küstrin und weiter Richtung Polen sei nicht elektrifiziert und auf deutscher Seite teils eingleisig. «Diese unterschiedliche Behandlung von Sachen in Ost und West, die hinterlässt bei den Menschen im Osten Spuren», sagte Woidke. Deshalb seien die Ost-Länder besonders gefordert, gemeinsam ihre Stimme zu erheben, weil sie einzeln relativ schwach seien. «Das betrifft Berlin übrigens genauso wie Brandenburg, das betrifft Mecklenburg-Vorpommern genauso wie Thüringen.»


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