Die Zahl der Verkehrstoten im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion West ist im vergangenen Jahr gestiegen. Wie die Polizei mitteilte, kamen 2025 bei Unfällen 27 Menschen ums Leben, drei mehr als im Vorjahr. Insgesamt blieb die Zahl der Verkehrsunfälle mit 22.386 Fällen auf ähnlichem Niveau wie 2024 (22.159).
Die Hauptunfallursachen waren ungenügender Abstand (2.025 Unfälle), überhöhte Geschwindigkeit (1.745 Unfälle) und Vorfahrtsverstöße (1.306 Unfälle).
Die Leiterin der Verkehrspolizei, Erste Polizeihauptkommissarin Peggy Baier, nannte die Entwicklung 'besorgniserregend'. Sie kündigte für 2026 verstärkte Kontrollen an, die sich besonders auf Geschwindigkeitsverstöße in ländlichen Bereichen und Alleen konzentrieren sollen. Auch Abstandskontrollen auf Autobahnen würden ausgeweitet. Baier berichtete von zunehmend aggressivem Fahrverhalten, darunter Rechtsüberholen, Drängeln und Geschwindigkeiten jenseits von 220 km/h.
Bei den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern gab es gemischte Entwicklungen: Während erneut kein Kind getötet wurde, stieg die Zahl der verletzten Kinder um 5,8 Prozent auf 345. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrerbeteiligung stieg um vier Prozent auf 1.447, die der getöteten Radfahrer blieb bei vier. Bei Unfällen mit Fußgängern sank hingegen die Zahl der Getöteten von sieben auf drei. Für 2026 sind mehrere Verkehrssicherheitsaktionen geplant, darunter ein 'Blitzermarathon' und 'Safety Days' im September.
Verkehrstote in Westbrandenburg gestiegen - Polizei kündigt schärfere Kontrollen an
über dts Nachrichtenagentur
27. Februar 2026 - 09:50 Uhr
Von Sandra Will - Brandenburg