Die Autobahnpolizei Walsleben hat über mehrere Vorfälle auf den Autobahnen im Norden Brandenburgs berichtet. Unter anderem kam es zu einem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, bei dem am 31. Dezember gegen 15:25 Uhr von einer Brücke über die A10 zwischen Mühlenbeck und Birkenwerder mindestens vier Schüsse aus einer Schreckschusswaffe abgefeuert wurden. Eine Zeugin beobachtete zwei junge Männer, die mit der Waffe hantierten und in Richtung der Fahrzeuge zielten.
Die Polizei stellte vier Patronenhülsen sicher und leitete ein Strafverfahren ein. Zuvor hatte es bereits mehrere Verkehrsunfälle gegeben. Am 30. Dezember verlor gegen 21:55 Uhr ein 20-Jähriger auf der A10 an der Anschlussstelle Mühlenbeck die Kontrolle über seinen BMW und kollidierte mit einer Schutzplanke. Der Sachschaden wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt. Ebenfalls auf der A10 geriet am 31. Dezember gegen 09:50 Uhr ein 19-jähriger Audi-Fahrer auf der A111 ins Schleudern und kollidierte mit der Mittelleitplanke, was einen ähnlich hohen Sachschaden verursachte.
Weitere Unfälle ereigneten sich auf der A24. Ein 37-jähriger rumänischer Lkw-Fahrer kam dort am 31. Dezember gegen 10:15 Uhr bei Schnee ins Schleudern und blockierte mit seiner Sattelzugmaschine die Anschlussstelle Kremmen für etwa fünf Stunden. Der Schaden beträgt rund 50.000 Euro. Zudem wurden mehrere Fahrer unter Alkoholeinfluss erwischt. Bei einer Kontrolle auf der Rastanlage Linumer Bruch Nord am 30. Dezember gegen 08:30 Uhr wies ein 40-jähriger VW-Fahrer 1,53 Promille auf. Ein weiterer Fahrer wurde am selben Tag auf der Rastanlage Walsleben Ost kontrolliert, weil sein VW Passat mit gestohlenen Kennzeichen unterwegs war; er besaß zudem keine gültige Fahrerlaubnis.