Über 150 Menschen haben am Samstag in Königs Wusterhausen friedlich gegen die Gründung einer neuen Jugendorganisation der AfD protestiert. Die Brandenburger Grünen-Landesvorsitzende Juliana Meyer und die Bundestagsabgeordnete Andrea Lübcke nahmen an der Demonstration teil, wie Lübckes Büro mitteilte. Viele Teilnehmer werteten den Protest als wichtiges Signal gegen eine zunehmende Radikalisierung der AfD in Brandenburg.
Lübcke forderte auf der Kundgebung ein sofortiges und entschlossenes Vorgehen des Verfassungsschutzes. 'Der Verfassungsschutz muss ab Stunde Null aktiv sein', sagte sie.
Man dürfe nicht erst reagieren, wenn der Schaden bereits angerichtet sei. Die AfD in Brandenburg sei besonders rechtsextrem geprägt, hier würden Strukturen und Netzwerke die Demokratie offen angreifen.
Die Abgeordnete forderte zudem, dass das Land Brandenburg im Bundesrat offensiv für die Prüfung eines möglichen AfD-Verbotsverfahrens eintreten müsse. 'Wegsehen ist keine Option mehr', so Lübcke. Der Protest habe gezeigt, dass viele Menschen in Brandenburg klare Schritte von Politik und Behörden zum Schutz der Demokratie und gegen Rechtsextremismus erwarten.
Protest gegen AfD-Jugendgründung in Königs Wusterhausen
über dts Nachrichtenagentur
07. Februar 2026 - 12:15 Uhr
Von Sandra Will