Landesregierung will Hochschulrecht für schnellere Berufungen reformieren

Landesregierung will Hochschulrecht für schnellere Berufungen reformieren - (Foto: Manja Schüle (Archiv))
Die brandenburgische Landesregierung hat eine umfassende Reform des Hochschulrechts auf den Weg gebracht. Das Kabinett stimmte einem Gesetzentwurf zu, der Berufungsverfahren für Professuren beschleunigen und Auswahlverfahren für Studierende vereinfachen soll. Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) teilte am Dienstag mit, mit der Novelle werde das "modernste, schnellste und flexibelste Berufungs- und Auswahlrecht in Deutschland" geschaffen. Konkret sollen die Hochschulen dauerhaft das Berufungsrecht inklusive der Möglichkeit erhalten, Ernennungen selbst vorzunehmen.
Es sollen sogenannte Profilberufungen neu eingeführt und Exzellenzberufungen gestärkt werden, um auch ausschreibungsfreie Verfahren für Spitzenwissenschaftler zu ermöglichen. Anzeige- und Zustimmungspflichten sollen entfallen, Entscheidungswege verkürzt werden. Die Reform setzt auch Vereinbarungen aus einem "Letter of Intent" mit der Universität Potsdam und der Hasso Plattner Foundation vom Juni 2025 um. Dabei geht es insbesondere um schnellere Berufungen für die gemeinsame Digital Engineering Fakultät. Der Gesetzentwurf wird nun dem Landtag zur weiteren Beratung zugeleitet.

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