Industrieller Faserhanf kann auch auf kargen, sandigen Böden in Brandenburg erfolgreich angebaut werden und dabei längere Trockenperioden überstehen. Das teilten Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und der Technischen Universität Braunschweig mit. Ihre Studie zeigt, dass die Hanfsorte Santhica 27 selbst bei einem Wasserdefizit von 169 Millimetern während der Wachstumsperiode ein tiefes Wurzelsystem ausbildet, was die Nährstoffaufnahme verbessert.
Eine entscheidende Rolle spielt laut den Forschern die Pflanzdichte.
Bei niedrigerer Dichte von etwa 71 Pflanzen pro Quadratmeter entwickelten sich größere Pflanzen mit dickeren Stängeln, was zu höheren Biomasse- und Fasererträgen führte. Höhere Pflanzdichten führten dagegen bei Trockenheit zu stärkerer Ausdünnung. Die schnell wachsende Pflanze binde zudem Kohlenstoff im Boden und biete neue wirtschaftliche Perspektiven für die regionale Bioökonomie.
'Unsere Ergebnisse zeigen, dass Hanf selbst auf kargen, sandigen Böden wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll angebaut werden kann – gerade in Zeiten zunehmender Dürreperioden', sagte Agne Matvejeva von der BTU. Ihr Kollege Thomas Raab ergänzte, dass die optimale Pflanzdichte neue Perspektiven für eine klimaangepasste Landwirtschaft in Brandenburg eröffne. Die Studie wurde im 'International Journal of Environmental Research' veröffentlicht.
Hanf als trockenresistente Nutzpflanze für Brandenburgs sandige Böden
über dts Nachrichtenagentur
30. Januar 2026 - 12:20 Uhr
Von Sandra Will