Das Ergebnis bestätigt nach Angaben des Ministeriums die bisherigen Planungen, eröffnet aber keine neuen Ausgabenspielräume für den Haushaltsplanentwurf 2027/2028. Für das Jahr 2026 ergeben sich vor Berücksichtigung des kommunalen Finanzausgleichs gegenüber den Ansätzen im Haushaltsplan 2025/2026 Mehreinnahmen von rund 21,1 Millionen Euro. Die Einnahmen des Landes aus Steuern und Finanzausgleich sollen von 12.201,2 Millionen Euro im Jahr 2025 auf 12.326,4 Millionen Euro im Jahr 2026 steigen und 2027 rund 13.090,1 Millionen Euro sowie 2028 rund 13.458,3 Millionen Euro erreichen.
Ab 2027 erwartet das Ministerium durch Rechtsänderungen Steuermindereinnahmen von jeweils rund 75 Millionen Euro jährlich. Bei den Kommunen rechnet das Ministerium mit steigenden Steuereinnahmen von rund 3,3 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf etwa 4,0 Milliarden Euro im Jahr 2031. Im Vergleich zur Mai-Steuerschätzung 2026 werden für die Jahre 2026 bis 2028 Steuermehreinnahmen von 463 Millionen Euro erwartet.
Hinzu kommen nach Angaben Kellers Mehreinnahmen aus der Abrechnung des kommunalen Finanzausgleichs für 2025 in Höhe von rund 52,3 Millionen Euro und aus der vorläufigen Abrechnung für 2026 in Höhe von rund 21,4 Millionen Euro. Die Oktober-Steuerschätzung beruht auf der Herbstprojektion der Bundesregierung. Danach wird für 2026 ein reales Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent erwartet, für 2027 von 1,1 Prozent und für 2028 von 0,6 Prozent.
Der Arbeitskreis Steuerschätzungen war im Oktober zu seiner 171. Sitzung in Saarbrücken zusammengekommen; die nächste Sitzung ist für Mai 2027 in Bayern geplant.