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Der Krankenstand in Brandenburg verharrt auf hohem Niveau

Der Krankenstand in Brandenburg verharrt auf hohem Niveau. Symbolbild von Patrick Pleul/zb/dpa

Brandenburger Beschäftigte sind nach einer Auswertung der DAK-Krankenkasse im vergangenen Jahr im Schnitt insgesamt an rund 23 Kalendertagen krankgeschrieben gewesen. «Das ist bundesweit der zweithöchste Wert», teilte die Kasse mit, auf deren Versichertenbasis die Zahlen erhoben wurden. Lediglich in Sachsen-Anhalt war der Krankenstand demnach noch höher. An dritter Stelle lag mit Mecklenburg-Vorpommern ein weiteres ostdeutsches Bundesland. Der bundesweite Durchschnitt lag im vergangenen Jahr bei 19,5 Kalendertagen pro erwerbstätig Versichertem.

Die durchschnittliche Fehldauer pro Krankheitsfall lag in Brandenburg der DAK zufolge bei knapp elf Tagen. Im Schnitt waren 2025 demnach jeden Tag rund 6,3 Prozent der Beschäftigten krankgeschrieben. Auch diese Quote liegt in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Atemwegserkrankungen häufigste Ursache für Krankschreibungen

Die Ursachen für die Krankschreibungen unterscheiden sich hingegen kaum vom Rest des Landes. Am häufigsten waren die Menschen wegen Atemwegserkrankungen wie Bronchitis außer Gefecht gesetzt. Pro 100 erwerbstätig Versicherte kamen in Brandenburg dabei rund 464 Fehltage zusammen, 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. An zweiter Stelle standen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, an dritter psychische Erkrankungen.

Es sei richtig und notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben, teilte DAK-Landeschefin Anke Grubitz mit. Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur seien zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken. Für die Analyse wertete das Berliner IGES-Institut Daten von rund 111.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Brandenburg aus.


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